German Open 2018

Ein großer Tag ist vorbei …

Der größte internationale in Deutschland ausgetragene Wettkampf und Höhepunkt des Jahres hatte auch unsere beiden u18-Kämpferinnen zu Gast! Über 550 Kämpfer aus 23 Nationen trafen sich in Gelsenkirchen auf den German Open zum Vergleich. An zwei Tagen stritten Kämpfer der Altersklassen Senioren, u21 und u18 auf den fünf Tatmis um die Medaillen. Wir, als Newcommer (erstes Jahr u18), hatten uns trotzdem einiges ausgerechnet!

Und die Rechnung ging auf.
In der intensiven, aber kurzen Vorbereitung nach den Ferien waren Marlene (Machineck) und Chiara (Werner) fit und sehr gut eingestellt. Wehrmutstropfen war wie so oft, dass Marlene nicht in ihrer Gewichtsklasse (bis 44kg) starten konnte, da keine Gegnerinnen gemeldet waren. Sie musste in Chiaras Gewichtsklasse (bis 48kg) „hochklettern“. Marlene kämpfte mit Herz und Können und machte es ihren Gegnerinnen ziemlich schwer. Trotzdem konnte sie keinen ihrer Kämpfe gewinnen. Das Kämpferniveau war so hoch, dass der Gewichtsunterschied dann doch das „Zünglein an der Waage“ wurde. Chiara hatte als erstes eine rumänische Kontrahentin. Ein sehr schnelles und technisch gutes Mädchen. Der Kampf ging jedoch nicht über die Zeit, da Chiara nach anfänglichem Rückstand der Sieg mit „full Ippon“ gelang.
Danach mussten unsere beiden Mädels gegeneinander antreten. Auch hier behielt Chiara die Oberhand und beendete das Gefecht vorzeitig.

Als nächstes stand sie einer Bekannten gegenüber. Chiara konnte diese Schleswig-Holsteinerin bereits einmal bezwingen. Es wurde ein spannender Kampf, der zunächst mit 10:10 Punkten endete. Leider hatte Chiara weniger Ippons auf dem Konto und verlor die Auseinandersetzung daher knapp. Weil ihre Gegnerin, die in ihrem ersten Kampf erfolgreich war, danach jedoch gegen die Rumänin nach Punkten verlor, zog Chiara in der globalen Wertung vorbei und konnte den Gesamtsieg feiern. Ein toller Erfolg und welch riesige Freude!

Als würde das nicht ausreichen, folgte eine Einladung der Bundestrainer zum Sichtungslehrgang für den Bundeskader … Stolzer kann man als Trainer nicht sein!

Ich bin mit den Leistungen meiner beiden „Großen“ sehr zufrieden.

Nun stehen aber erstmal die Gürtelprüfungen zu „blau“ an, denn Technik ist die Grundlage jeden Kampfes …

Fünf Lindenberger in Thüringen

Zum ersten Mal nahmen auch unsere beiden kleinen Jungs an diesem Turnier im September in Thüringen teil.

Für sie und natürlich auch für die großen Mädels sollte es ein Prüfstein nach den Ferien sein, um zu sehen, wie der Stand ist. Bei den Mädels der u18 steht ja jetzt die Vorbereitung für die German Open an.

Um es vorweg zu nehmen: Insgesamt waren die Ergebnisse gut.

Nico Miersch (6), der in der Altersklasse u8 mixed-Pool (Mädchen und Jungen) antrat, konnte zwei Kämpfe gewinnen. Dadurch hatte er sich den 3. Platz erkämpft.

Rouven Franke (7) trat in einem 4er Pool in der u10 an. Er konnte mit der Kraft der Anderen noch nicht mithalten und wurde vierter.

 

Beide Jungen haben beherzt gekämpft und setzten die im Training erlernten Techniken schon gut um.

Leoni Miersch (13) trat in der Altersklasse u15 an. Sie hatte drei erfahrene (ältere) und starke Gegnerinnen. Auch sie belegte den vierten Platz, verkaufte sich aber ziemlich teuer. Die Ferienzeit hat ihrer Ausdauer und Kraft jedenfalls nicht geschadet.

Unsere beiden u18er starteten bei den Jungen bis 50kg und bei den Mädels bis 48kg jeweils im dreier-Pool. Dabei hatte Marlene Machineck (15), die ja eigentlich bis 44kg kämpft, immer den Gewichtsnachteil. Ungeachtet dessen kämpfte sie gut, musste sich aber mit zwei Bronzemedaillen begnügen.

Chiara Werner (hier noch 14) konnte sich ebenfalls nicht voll durchsetzen und kam mit zwei Silbermedaillen nach Hause.

Wie geplant, erbrachte die Kampfanalyse gute Hinweise auf die Stärken der Kämpfer aber vor allem auch auf die noch vorhandenen Defizite, an denen es jetzt zu „arbeiten“ gilt.

Drei Kämpfer des TSV Lindenberg fuhren am vergangenen Wochenende zu den Silesian (Schlesien) Open. Eine abenteuerliche und lange Fahrt bis Miklowiece … fast 600 Kilometer!
Der Verkehr auf polnischen Straßen ist nicht anders als hier, der normale Freitagswahnsinn eben.
Obwohl bereits gegen 12:00 Uhr gestartet, trafen wir erst gegen 22:30 Uhr im Hotel ein und konnten deshalb erst morgens zum Wiegen.
Ich muss sagen, ein professionell organisierter Wettkampf, allerdings ohne größere internationale Beteiligung. Neben einem Kämpfer aus Rumänien waren wir die einzigen Ausländer. Es wurde nur polnisch gesprochen, was das Coach-meeting für mich schwierig machte. Letztlich gelang eine Verständigung mit Englisch und ich bekam einen Ansprechpartner an die Seite.
Es wurde auf fünf Matten in den Kategorien „ohne Part 1“, "Duo", „Ne-Waza“ (Brazilian Ju-Jutsu) und „Fighting“ gekämpft. Die Mattenanzeigen waren internationaler Standard, so dass wir gut verfolgen konnten, wann unsere Fighter(innen) auf welcher Matte kämpfen würden.

Für die Klasse u15 weiblich bis 63 kg war Leoni Miersch mitgereist. Ihr erster Wettkampf außerhalb Deutschlands - und sie war entsprechend aufgeregt! Hinzu kam, dass in Polen bereits in der u15 drei Minuten gekämpft wird und nicht, wie in Deutschland erst ab u18.
Leoni hatte zwei Gegnerinnen aus verschiedenen polnischen Vereinen. In der ersten Auseinandersetzung machte sich noch die Aufregung bemerkbar, doch sie kämpfte sehr aggressiv und ließ ihrer Gegnerin keine Ruhe. Allerdings kassierte Leoni im Part 1 zu viele Treffer und geriet zeitig in Rückstand. Dadurch musste sie noch intensiver angreifen und wurde immer wieder von Fußstößen getroffen. Dann ging alles ziemlich schnell: ein Wurf, die darauf folgende Festhalte und der Kampf war verloren.
Bei der zweiten Gegnerin hatte Leoni dann endlich den Kopf frei: Sie ging das Duell genauso aggressiv an, fegte jetzt jedoch die Fußangriffe ihrer Kontrahentin ein ums andere Mal weg und griff selbst mit sauberen Hand- und Fußtechniken an. Fast jeden Griffversuch ihrer Gegnerin nutzte sie zu ihrem eigenen Vorteil, konterte und setzte selbst erfolgreich Würfe durch.

 

 

Leider ist das Würgen mit dem Unterarm in Polen in der u15 nicht erlaubt (was wir nicht wussten), so dass diese Würge den vorzeitigen Sieg verhinderte.

 


Leoni konnte das Gefecht letztlich mit einem erheblichen Punktevorsprung für sich entscheiden.
Hochverdient: Silber für sie in ihrem ersten internationalen Turnier!

Dann wurde Marlene Machineck plötzlich zur Siegerehrung gerufen. Sie war in der u18 bis 44 kg gemeldet und ihre zwei Gegnerinnen waren offenbar nicht angereist.
Gold ohne Kampf – so geht es auch. Trotzdem schade!

Marlene war dafür aber zusätzlich mit in den 3er-Pool von Chiara Werner (u18 bis 48 kg) eingeplant worden, so dass sie trotzdem – nun im 4er-Pool - kämpfen konnte.
Im ersten Kampf dieser Runde traf Marlene gleich auf Chiara. Beide schenkten sich nichts. Letztlich konnte Chiara sich durchsetzen und gewann vorzeitig mit „full house“ (50:0 internationale Wertung).
Dann musste Chiara gegen die derzeitige Weltmeisterin in dieser Gewichtsklasse auf die Matte. Diese war ihr schon von den „Budapest Open“ im April bekannt. Chiara war gut auf sie eingestellt und hielt die ersten Minuten gut mit. Allerdings setzte sich ihre Gegnerin dann doch durch und gewann vorzeitig.

 

 

Danach trat Marlene gegen die zweite Polin im Pool an. Diese kam zu spät und begann das Gefecht  gleich mit einer Strafe. Mit schnellen sauberen Atemikombinationen ging unsere Kämpferin sofort in Führung. Sie nutzte ihre Stärken im Part 1 mit schnellen Angriffen gut aus und dominierte das Geschehen auf der Tatami auch im Part 2. Bereits in der ersten Minute gelang Marlene ein sauberer Wurf, um in den Bodenkampf zu wechseln, konnte ihre Gegnerin jedoch nicht ausreichend fixieren und musste mit einem Endergebnis von 21:2 (!) über die Zeit gehen.

 

 

Als letztes musste Marlene noch gegen die Weltmeisterin auf die Matte.
Der Kampf dauerte nur 41 Sekunden! Gegen die erheblich schwerere Kontrahentin versuchte sie im Part 1 zu bleiben, um ihre Stärken auszuspielen. Eine halbe Minute gelang das auch, dann wurde Marlene gegriffen, geworfen und am Boden festgehalten. Den fehlenden Treffer im Part 1 holte sich die erfahrene Polin schon innerhalb der nächsten Sekunden und gewann „full house“.

Chiara hätte den letzten Kampf gegen die zweite Polin gehabt. Diese trat allerdings nicht an, so dass Chiara kampflos gewann.

Damit stand fest: Chiara Silber und Marlene Bronze!

Insgesamt hat sich die Fahrt hierher gelohnt: drei Kämpferinnen und vier Medaillen.
Der Aufwärtstrend in Kondition und Technik hält an. Die Mädels werden immer besser!

Zuerst mal herzlichen Dank an die Veranstalter!
Als Verein erstmalig ein großes Turnier zu veranstalten, dazu gehört viel Mut und Aufopferung! Dass noch nicht alles so glatt lief, ist normal … Wir vom TSV Lindenberg waren jedenfalls zufrieden! So, dass musste gesagt werden, schon gegen die wenigen „Meckerer“!

Dieses Turnier bei Hamburg war einerseits als Beginner-Veranstaltung, andererseits fürs Fighting der Fortgeschrittenen angelegt. Ein Spagat, den man so erstmal hinbekommen muss…Wir hatten drei Mädels gemeldet:
Leoni Miersch in der u15 weiblich bis 63kg sowie Chiara Werner und Marlene Machineck in der Altersklasse u18 - MÄNNLICH ! - bis 50kg (es waren zu wenige Mädels am Start).

So spannend, wie es klingt, wurde es dann auch.

Überraschenderweise fingen die u18er als erste an, zu kämpfen. Chiara und Marlene mussten damit gegen die Jungs auf die Matte. Chiara war die Erste. Ihr Gegner, ein Junge aus dem Verein DTV Delmenhorst, war technisch zwar gut, aber Chiara war besser! Schon in dieser ersten Auseinandersetzung zeigte sie, wie beim TSV Lindenberg gekämpft wird. Überraschend für alle Zuschauer konnte sich Chiara aus einer für Sicher geglaubten Festhalte befreien und leitete damit die Wende des Fights ein. Mit einem Reisballenwurf bezwang sie den Kontrahenten schließlich vorzeitig.

Dann war Marlene dran. Allerdings hatte sie eine leichte Verletzung aus Maintal (Deutsche Schülermeisterschaft) mitgebracht, die sie etwas behinderte… Ihr Gegner vom MTV Rottorf war in Etwa ihre Gewichtsklasse, jedoch körperlich trotzdem überlegen. Er kämpfte taktisch gut, ließ ihr keine Gelegenheit, ihre Stärken im Part 1 auszuspielen und riskierte sogar eine Strafe wegen Passivität im Part 1. Marlene verlor dadurch leider 14:0. Eigentlich die einzige Chance, in diesem schweren und starken Pool ...

Das zeigte sich dann bei Chiara auch gleich bei ihrem zweiten Kampf: Ihr Gegner war erheblich schwerer und größer, als sie. Ihm gelang es, Chiara von sich so weit fernzuhalten, dass ihr nur zwei saubere Treffer im Part 1 gelangen. Als es zum Griffkontakt kam, wurde deutlich, dass sie der Kraft des Jungen vom Zanshin Dojo Hamburg kaum etwas entgegensetzen konnte. Diese Auseinandersetzung verlor sie vorzeitig.
Dann war Marlene gegen Chiara aufgerufen. Beide schenkten sich nichts. Aber auch hier geriet Marlene in Rückstand und verlor schließlich vorzeitig.

Danach trat Chiara ihren letzten Kampf des Tages an. Der Gegner vom MTV Rottorf war etwas leichter als sie und das nutzte sie gnadenlos aus. Mit sauberen Treffern im Part 1, einem Talfallzug als Konterwurf und anschließender Festhalte konnte sie auch hier den Jungen vorzeitig mit 14:0 bezwingen. Marlene bekam als Letztes den schweren Jungen vom Zanshin Dojo als Gegner. Der Kampf war kurz, sie konnte dem Jungen erwartungsgemäß nicht viel entgegensetzen.

Im Ergebnis warf das Programm drei erste Plätze aus !!! Zwei Jungen und Chiara hatten exakt dieselbe Kampfbilanz: 3 x 14:0 gewonnen, 1 x 0:14 verloren.

Erst die Auszählung der Ippon-Anzhal jedes Kämpfers brachte das Ergebnis: Chiara hatte sich Silber erkämpft, noch vor jenem Kämpfer, gegen den sie verloren hatte! Die Freude war natürlich groß und die gegnerischen Trainer waren des Lobes über die Leistungen der  Mädels voll!

Viiiieeeel später ….

Endlich wurde der Pool von Leoni aufgerufen. Ihre Gegnerin kam aus Dänemark und war ziemlich erfahren, wenn auch etwas leichter. Leonie kämpfte so, wie wir es trainiert hatten: aggressiv!

 

Bild folgt

 

Sie konnte in beiden Kämpfen im Part 1 gut punkten. Kam es jedoch zum Griffkontakt war es ihr noch nicht möglich, ihre Wurfansätze bis zum Niederwurf der Gegnerin zu führen. Allerdings konnte sie auch erfolgreich verhindern, selbst geworfen zu werden. Dadurch kam die Gegnerin nicht zu einer technischen Überlegenheit und beide Kämpfe gingen über die Zeit, wenn auch für Leoni verloren.

Die Silbermedaille hat sich Leoni damit mehr als verdient.

 

Bereits am Samstag, den 21.04.18 waren wir mit vier Kämpfern zum Newcomer-Turnier in Ziesar:
Rouven mit seinen 8 Jahren schon in der Altersklasse u10 unterwegs, Gina Marie und Celina in der u15 sowie Lucy-Ann in der u18.
Unsere beiden erfahrensten Kämpferinnen Marlene und Chiara reisten ebenfalls mit, um die Beginner mit zwei Schaukämpfen zu motivieren und als Tischbesetzung den Ju-Jutsu Verein in Ziesar zu unterstützen.

 


Die Kämpfer gaben alles und hatten viel Spaß.
Rouven trat in seinem Viererpool gegen drei etwas größere und schwerere Jungen an. Er hatte es daher schwer, verlor seine Kämpfe jedoch mit viel Gegenwehr. Er schlug sich tapfer.

 


Celina und Gina traten gemeinsam ebenfalls in einem Viererpool an. Beide Kämpften mit Herz und zeigten, was sie gelernt hatten. Letztlich konnte Celina, die etwas erfahrener ist, gegen Gina bestehen und diese auf den dritten Platz verweisen. Silber und Bronze für die Zwei.

 


Laura gab als Coach ihren Einstand, leitete die Kämpfer in ihren Auseinandersetzungen an und tröstete die Beiden Mädels dann auch…

 


Lucy hatte nur eine Gegnerin. Die beiden Kämpfe, in denen Lucy siegen konnte, waren spannend und wurden verdient mit Gold belohnt. Die Freude war natürlich groß!

 


Weiter so!