Das war der 16.09.2017

Die Ferien sind zu Ende und es geht wieder los…
Nachdem wir am Freitagabend in der Turnhalle beim Wiegen waren, gings „in den Wald“. Die von Lucys Mutti gebuchte Pension in den Bergen Thüringens, etwas außerhalb von Leinefelde, ist eine kleine Perle. Das thüringische Abendessen – natürlich mit echten Thüringer Klößen – war eine Wucht! Am Morgen nach einem guten Frühstück fuhren wir dann los zur Turnhalle.

Vorweg: Fünf Kämpferinnen - 4 Medaillen!

Begonnen hatte unser Küken Celina Schneider, sie kämpft in der AK u12. In ihrem Pool hatte sie zwei erfahrene Gegnerinnen. Celina war tief beeindruckt von dem Trubel auf diesem (ihrem ersten!) Turnier. So viele Kämpfer… Das machte sich auf der Matte dann auch bemerkbar. Sie konnte noch nicht alles abrufen, was sie gelernt hat, hielt sich aber tapfer. Letztlich bekam sie die Belohnung in Form der Bronzemedaille.

Unsere u15-Kämpferinnen in den Gewichtsklassen bis 44kg (Marlene Machineck) und bis 48kg (Chiara Werner) wurden leider zusammengelegt, weil nicht genug Kämpfer in der 44er Klasse angetreten waren. Beide begannen in verschiedenen 3er-Teilpools.

Marlene stand einer Gegnerin von Banzei Berlin (bis 48kg) und einer Kämpferin aus Basdorf (bis 44kg) gegenüber, beide bereits erfahren. Auf Grund der verbesserten Angriffstaktik und ihrer wirklich guten technischen Entwicklung konnte sie die beiden „Vorkämpfe“ souverän für sich entscheiden schaffte es ins Finale.

Chiara ging gegen eine Kämpferin aus Zeitz und eine Bernauerin (beide bis 48kg) auf die Matte. Den ersten Kampf gegen die Zeitzerin konnte sie mit einem guten Punktepolster gewinnen. Der Kampf gegen die Bernauer Kämpferin war lange ausgeglichen und von beiden Seiten sehr fair geführt. Letztlich entschied nur ein Punkt, den die Bernauerin vorn lag. Damit stand fest: Gegner im Finale war Bernau. Marlene lieferte ihr einen heißen Tanz. Leider machte sich das höhere Gewicht der Bernauerin (ca. 5kg Unterschied) dann doch bemerkbar und Marlene musste sich geschlagen geben.

Chiara hatte von den restlichen Kämpfern die beste Punktedifferenz, folglich für sie Bronze und Marlene erhielt verdient Silber.


Als Letztes kämpften die „großen“ Mädels in der u15 (bis 57kg). Dafür waren Leoni Miersch und Lucy-Ann Muchow mitgereist. Für Lucy war ein Wettkampf dieser Größe ebenfalls neu und sehr aufregend. Aber auch Leoni war aufgeregt. Der Pool bestand aus vier Kämpferinnen. Es ist nie gut, wenn man gegen die eigenen Vereinskameraden antreten muss, daher war es bei den starken Gegnern nur einer Athletin möglich, eine Medaille zu erringen. In diesem Fall die Bronzene. Beide verloren zwar gegen die fremden Kämpferinnen, zeigten aber, dass sie nicht leicht zu besiegen sind und hielten gut dagegen. Es macht mich als Trainer besonders zufrieden, dass es keine vorzeitigeNiederlage (wegen technischer Überlegenheit der Gegner) gab!


Beim Kampf gegeneinander hatte dann Leoni die Nase vorn und schaffte es aufs Treppchen. Ein guter Einstand nach den Ferien!

Liebe Eltern!

Ich möchte Mich bei Euch allen bedanken.

Nur mit Eurer Unterstützung war es im ersten Halbjahr 2017 möglich, die bisherigen Wettkämpfe erfolgreich zu gestalten. Leider stehen uns in diesem Jahr keine Fördermittel zur Verfügung, so dass wir keine so weitreichende finanzielle Unterstützung, wie im letzten Halbjahr 2016 erwarten dürfen...

Warum das so ist, kann man schlussfolgern, wenn man die Politik und die Presse verfolgt. Das Geld fließt derzeit vorrangig in andere Projekte.

Da es bei uns im Verein derzeit noch keine Talentförderung gibt, bleibt nur, alles selbst zu stemmen. Trotzdem bin ich für die Zukunft unserer Kämpfer guter Dinge! Ich bin nunmal Zweckoptimist.

Hier ein Abriss der Vita unserer kleinen Kämpfer für das erste Halbjahr:

Unser Halbjahresabschluss mit gemütlichem Beisammensein beim Brunch hat mir gezeigt, dass ich weiterhin auf Euch zählen kann. Die Kämpfer entwickeln sich zu kleinen und großen selbstbewussten Menschen.

Was will ich mehr - was wollen wir mehr? Unser Sport prägt und macht Kämpfer fürs Leben aus den Kids! Sie entwickeln sich prächtig und ich möchte weiter dazu beitragen.

Schöne Ferien und gute Erholung!

Achtet ein wenig auf die Ferientrainingspläne, damit die Mädels nach den Ferien nicht bei "0" anfangen.

 

Am 27. Mai 2017 richtete unser Verein mit dem 3. Humboldt Allkampf Cup das erste Allkampfturnier des Jahres aus. Dieser Wettkampf gehört zur Allkampf-Turnierreihe des DJJV, die dazu dient, den Allkampf fest zu etablieren und auszubauen.

 

Das Turnier begann mit dem Einmarsch der 47 Athleten, die angeführt vom Koordinator für Kampfrichterwesen im Allkampf, René Spitzer, Aufstellung nahmen zum gemeinsamen Angrüßen mit dem sportlichen Leiter des Humboldt Cups und Referenten Allkampf im DJJV, Dominik Ingendaay. Die Kämpfer repräsentierten die halbe Bundesrepublik (Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) und insgesamt 15 Vereine. Auch Michael Gust, Vizepräsident Breitensport des DJJV und Präsident des Brandenburgischen Ju-Jutsu Verbandes, war anwesend, um die Kämpfer zu begrüßen. Er hatte gemeinsam mit Dominik Ingendaay die Turnierreihe im DJJV initiiert.

Die Kämpfer wurden bei den über 100 Kämpfen in der gut gefüllten Halle lautstark vom Publikum unterstützt. Dabei bekamen die Besucher Kämpfe in verschiedensten Alters- und Gewichtsklassen zu sehen. Die Kämpfer konnten sich auch aussuchen, ob sie im traditionellen Gi kämpfen wollten

 

oder lieber in NoGi-Bekleidung. Letztere liegt eng am Körper an, sodass nicht in die Kleidung gegriffen werden kann. Daher müssen viele Techniken, die sonst in einem Kampf im Anzug möglich sind, insbesondere Wurftechniken, modifiziert werden. Vielen Kämpfern war das Starten in einer der Kategorien nicht genug, sodass sie sowohl im Gi als auch NoGi starteten.

 

 

Die Starter brachten ganz unterschiedliche Erfahrungen im Allkampf mit auf die Matte. Es waren sowohl Anfänger als auch „alte Hasen“ des Allkampfs dabei. Dazu kamen auch Kämpfer aus anderen Kampfsportarten. Genau hierbei zeigt sich auch das Prinzip des Allkampfs als offene Wettkampfform: Kämpfer aus verschiedensten Kampfsportarten können sich hier miteinander auf der Matte messen. Insgesamt war ein hohes technisches Niveau bei den Kämpfen zu sehen.

Das Turnier war aber nicht nur für die Teilnehmer ein aufregender Tag. Beim Humboldt Cup hatten auch einige Kampfrichter ihren ersten Turniereinsatz und konnten das zuvor in Lehrgängen von René Spitzer Erlernte nun unter realistischen Bedingungen umsetzen. Insbesondere wollen wir uns bei den zwei Kampfrichtern bedanken, die mit ihren Kämpfern aus Erfurt angereist waren. Ein weiterer Schritt zu einem festen Kampfrichterpool für den Allkampf, der deutschlandweit auf Turnieren eingesetzt werden kann, ist somit getan!

Das Organisationsteam des Humboldt Cups, Dominik Ingendaay, René Spitzer und Vanessa Sabelski, bedankt sich ganz herzlich bei all denen, die ihren tatkräftigen Beitrag zu diesem Turnier geleistet haben und es dadurch überhaupt erst ermöglichten. Insbesondere gilt der Dank auch denjenigen, die spontan und ohne zu zögern eingesprungen sind, um kurzfristig weggefallene Helfer zu ersetzen.

Nicht zuletzt geht der Dank natürlich auch dem Vorstand des TSV Lindenberg für die Ausrichtung des Humboldt Allkampf Cups in der Sporthalle des Vereins.

Text: Vanessa Sabelski, 1. Kyu Ju-Jutsu, aktive Allkämpferin, Wettkampfreferentin bei Allkampf Berlin-Brandenburg

Bilder: Tanja Lenz und Vanessa Sabelski

Am 27. Mai 2017 fand in Delmenhorst/Niedersachsen die Deutsche Schülermeisterschaft im Ju-Jutsu Fighting statt. Aus unserem Verein hatten sich drei Kämpferinnen (über die Ostdeutschen Schülermeisterschaft in Erfurt) qualifiziert. Dazu wurde eine Kämpferin durch den Brandenburgischen Landesverband für die Teilnahme gesetzt, die am Qualifizierungstermin in Erfurt keine Zeit hatte – sie hatte Jugendfeier…
Wir hätten also vier Teilnehmerinnen haben können, wenn … ja wenn nicht „höhere Gewalt“ mit im Spiel gewesen wäre.

Leoni Miersch hatte sich bei der Qualifikationsrunde leider schwer verletzt und Lia-Sophie Fischer war (lange geplant) familiär verhindert. Blieben noch Marlene Machineck, die sich den Titel „Ostdeutsche Schülermeisterin 2017“ erkämpft hatte und die gesetzte Chiara Werner. Das Teilnehmerfeld war sehr groß!

Marlene Machineck hatte letztlich sechs Gegnerinnen, wobei in ihrer Gewichtsklasse (bis 40 kg) zuvor 12 gemeldet worden waren. Damit konnte sie im Pool-System kämpfen. Chiara Werner hatte als Neuling in ihrer Gewichtsklasse (bis 48 kg) sogar 15 Gegnerinnen! Sie musste im KO-System antreten.

Zuerst wurde die Gewichtsklasse von Chiara ausgekämpft. Leider traf sie bereits im Eröffnungskampf auf die spätere Deutsche Meisterin aus Bayern. Der Kampf war spannend und ging über die gesamten zwei Minuten. Die Kämpferin aus Bayern erwies sich als stärker und Chiara musste in die Trostrunde. Hier bestritt sie noch weitere vier Kämpfe siegreich von denen sie drei vorzeitig für sich entscheiden konnte. Durch den Gewinn der Trostrunde gelang ihr dennoch Platz drei und damit der Sprung aufs Treppchen. Bronze – eine sehr gute Leistung!

Danach kämpfte Marlene. In ihrem Teilpool (4 Kämpferinnen) verlor sie ebenfalls den ersten Kampf. Die beiden anderen Kämpfe konnte sie für sich entscheiden. Dabei sicherte sie sich ein gutes Punktepolster, das letztlich ebenfalls für die Bronzemedaille reichte. Zwei Kämpferinnen und zwei Medaillen bei einer Deutschen Meisterschaft! Ich bin hochzufrieden mit den Leistungen meiner Mädels!

Am Rande:
Bei dieser Meisterschaft waren die Temperaturen extrem. Aus Chiaras Gewichtsklasse wurde eine Kämpferin vor Beginn der Kämpfe vor der Halle bewusstlos auf dem Rasen gefunden. Sie war dehydriert und erhielt ein Startverbot. Es waren drei Krankenwagen vor Ort, die sich im Dauereinsatz befanden. Zweimal musste der Rettungshubschrauber kommen. Das Turnier wurde im letzten Drittel für 30 Minuten unterbrochen, weil kein Rettungswagen mehr zur Verfügung stand. Sie waren alle unterwegs!
So viele (schwere) Verletzungen, wie auf dieser Meisterschaft, habe ich in meinem Trainerdasein noch nie erlebt. Wobei auch gesagt werden muss, dass die Verletzungshäufigkeit, gemessen an der Teilnehmerzahl trotzdem nicht sehr hoch war.

Hallo liebe Eltern,

 

hier ist die angekündigte Lösung für unser Kindertraining ab September 2017!

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